Solidaritätsreisen 2011
Sechs Gruppen fuhren 2011 auf eigene Kosten in entlegene Pfarren benachteiligter Länder, um durch freiwillige Mitarbeit bei der Verwirklichung von Projekten zu helfen und gleichzeitig ihre Solidarität mit den Menschen dort auch zu leben. Mit Hilfe unserer Spender wurde bei unsere Solidaritätsreisen vielen Menschen in den armen Ländern unserer Welt Hoffnung geschenkt. Wir danken an dieser Stelle im Namen dieser Menschen und berichten, was 2011 mit dem Erlös des Fastenkalenders von 11.500 Euro geschah. Dazu kamen zusätzliche 12.500 Euro von unseren Spendern, die zur Unterstützung der nachstehenden Projekte verwendet werden konnten. Wir übermitteln Ihnen allen den herzlichen Dank der Empfänger.
SRI LANKA - Diözese Ratnapura
Fortbildungslehrgang und Behindertenzentrum Marcsri
Um die Nachhaltigkeit unserer Projekte zu unterstützen wurde wieder Lehrerinnen und Katechistinnen der Plantageschulen ein Fortbildungsprogramm in tamilischer Sprache ermöglicht. Eine Solidaritätsgruppe von vier Personen hat sieben Projekte besucht und am Kurs der Katechistinnen teilgenommen und mit ihnen zusammen gearbeitet. Auch das Behindertenzentrum Marcsri wurde mit Arbeit und Mitteln unterstützt (s. Jubiläumsbroschüre).
ECUADOR - Azuay, Pijili
Bau eines Gemeindezentrums
Auch heuer haben sich wieder sieben Personen aus Österreich nach Ecuador begeben, um Padre Teodoro Delgado bei seinem Projekt „Bau eines Gemeindezentrums“ mit einem Solidaritätseinsatz, mit Arbeit und finanziellen Mitteln zu unterstützen.
TANSANIA - Lugarawa
Bau eines Schülerwohnheims und Sanitäranlagen
Eine Gruppe von vier Personen fuhr zum zweiten Mal nach Lugarawa, um dieses Projekt von Sr. Candida, der Laborleiterin des St. John’s Hospitals, mit der Bevölkerung fertig zu stellen. Für die Labor-Schülerinnen, die von weit her kommen, ist eine Unterkunft mit Sanitäranlagen notwendig. Die Gruppe hat dort auch andere von uns geförderte Projekte besucht.
INDIEN - Pagandai-Mettur
Weiterbau eines Krankenhauses
Es war ein schöner, trauriger, familiärer, menschlicher und arbeitsreicher Einsatz von vier Personen in eine etwas andere Welt! Sie waren beim Spital und Schulbau tätig. Vier Wochen sind schnell vergangen, trotz körperlicher Herausforderungen durch Klima, Umstände, Essen und tiefgreifende Erlebnisse, die immer in schöner Erinnerung bleiben werden. Der Abschied war nicht leicht und Fr. Don Bosco, der Projektleiter in Pagandai, freut sich auf ein Wiedersehen.
PHILIPPINEN - Infanta
Weiterbau einer Kirche mit Evakuierungszentrum
Die seit 25 Jahren im Rohbau befindliche Kirche soll weiter gebaut und als Evakuierungszentrum ausgebaut werden. Es wurde mit der Wasserversorgung und den Nassräumen begonnen. Fünf Personen waren hier tätig und besuchten auch die anderen Pfarren und Projekte im Rahmen der Partnerschaft mit Wiener Neustadt. Unsere Gastgeber wünschen sich im nächsten Jahr wieder eine Gruppe und Unterstützung für den Weiterbau.
TANSANIA - Luduga
Bau eines pfarrlichen Begegnungszentrums
Eine Gruppe von neun Personen hat mit der Bevölkerung mitgearbeitet und den Bau in einer ersten Stufe fertig gestellt. Die TeilnehmerInnen waren in erster Linie aus Leesdorf, der Partnerpfarre von Luduga. Diese hat mit dem Projektleiter und Pfarrer, Fr. Ado, bereits erfolgreich eine Wasserversorgung für alle Ortsteile mit uns im Rahmen von Partnerschaftsbesuchen aufbauen können.
Detaillierte Berichte und Fotos sind den Impulsen 3/2011 zu entnehmen.
Zusammenfassung
33 Personen waren es, die 2011 für vier Wochen ihre Arbeitskraft und ihre Zeit auf eigene Kosten zur Verfügung stellten. Die gemeinsame Arbeit ließ sie das Leben, den Glauben, die Fröhlichkeit und auch die Armut der Menschen, die ihnen mit großer Herzlichkeit und Gastfreundschaft begegneten, erfahren. Die Freude an der Gemeinschaft und Solidarität ließ die Sorgen und Probleme der Menschen in den Einsatzländern, aber auch der Gruppenmitglieder, zurücktreten.
Viele TeilnehmerInnen informierten vorher ihre Heimatpfarren und stellten jene Projekte vor, an denen sie mitarbeiten würden. Sie bekamen Spenden zur Unterstützung der Projekte, die unsere Beiträge oft um ein Vielfaches überstiegen. Dadurch wurde die Fertigstellung einiger Projekte erst ermöglicht. Nach ihrer Rückkehr wurde in Vorträgen von ihren Begegnungen, ihrer Arbeit und dem Fortschritt der Projekte berichtet. Ihre Pfarrgemeinden konnten so Anteil an ihren Solidaritätseinsätzen haben.
Wenn sich auf beiden Seiten neue Blickwinkel des Lebens und des Glaubens ergeben, wenn Hoffnungen und Freundschaften entstehen, wenn Weltkirche, Gerechtigkeit und Frieden ein wenig erfahrbar werden, dann ist das Ziel dieser Reisen erreicht.
Hubert Haschka
für den Arbeitskreis Weltkirche, Gerechtigkeit und Frieden, Vikariat U.d.W.
Achtung:
Die Solidaritätsreisen 2012 werden schon am Samstag, dem 21.1.2011, um 14:30 Uhr, im Bildungszentrum St. Bernhard in Wiener Neustadt und am Samstag, dem 28.1.2012, um 14.30 Uhr, im Elisabethinum in Axams für den Westen Österreichs vorgestellt.